Mitgliederversammlung 2018 des Mülheimer Sport Förderkreises

55.000,- Euro für die Sportförderung allein in diesem Jahr

Beeindruckende Zahlen nannte der Vereinsvorsitzende Frank Werner bei der Mitgliederversammlung 2018 des Mülheimer Sport Förderkreises, die am 4. Mai im Haus der Wirtschaft abgehalten wurde: In den 38 Jahren seit der Gründung des gemeinnützigen Vereins, dessen Hauptzweck die Förderung des Leistungssports und des Spitzensports in Mülheim an der Ruhr ist, schüttete dieser insgesamt rund 1,8 Millionen Euro aus. Das entspricht einer Summe von cirka 50.000,- Euro pro Jahr. 2018 stehen für die Sportförderung 55.000,- Euro zur Verfügung. Wie dieser Betrag auf die einzelnen Antragssteller verteilt wird, entscheidet der Vorstand in Kürze.

Der Vereinsvorsitzende des Mülheimer Sport Förderkreises, Frank Werner
(Fotos: Claudia Pauli)

„Die regelmäßigen Mitgliedsbeiträge sind die stabile Basis für die Vereinsarbeit“, betonte Frank Werner. Er bat die Anwesenden daher darum, „kräftig“ weitere Mitglieder zu werben. Aktuell gehören dem Mülheimer Sport Förderkreis 531 natürliche und juristische Personen als Mitglieder an. „Neben den Mitgliedsbeiträgen sind Spenden die wichtigste Einnahmequelle“, so Frank Werner weiter. Auch diese seien stets willkommen.

Im Jahr 2017 lag der Fokus bei der Sportförderung auf den Sportarten Hockey und Badminton (= Säule 1: Förderung von Leistungs- und Spitzensport). Hinzu kam eine erhebliche Förderung im Jugendbereich (= Säule 2: Förderung von Strukturen zur Entwicklung von Talenten).

Dass es in Mülheim an der Ruhr etliche Mädchen und Jungen gibt, die ein großes sportbezogenes Potenzial aufweisen, zeigte sich einmal mehr beim „Tag der Talente“, der Ende Januar nun schon zum dritten Mal stattfand. Eingeladen waren dazu jene 150 Mädchen und Jungen, die anlässlich der sportmotorischen Testungen von zusammen mehr als 1.300 Zweitklässlern im Herbst vergangenen Jahres am besten abgeschnitten hatten. Im Rahmen der Veranstaltung konnten die Kinder unter anderem verschiedene Sportarten kennenlernen und Kontakte zu Vereinen knüpfen. Die Organisation des „Tag der Talente“ übernahm wie in den Vorjahren federführend der Mülheimer Sportbund (MSB). Der Mülheimer Sport Förderkreis sponserte zum wiederholten Mal für alle Zweitklässler ein speziell für die Veranstaltung gestaltetes T-Shirt, das die Kinder als Andenken erhielten.

(v.l.) Frank Werner, Winfried Gebker, Mirja Zöller, Carmen Wierling, Damian Wierling, Detlef Poste und Claus Lufen.

Talente aus Mülheim werden seit dem vergangenen Jahr gezielt auch mit der Kampagne „Local Heros“ bekannt gemacht – einer Initiative von Mülheimer SportService (MSS) und Mülheimer Sportbund (MSB), in die sich lokale Unternehmen als Sponsor einbringen können. Nach der Boxerin Michelle Hatari steht neuerdings Cédric Lindenberg, ein ebenso begeisterter wie erfolgreicher Skater, im Fokus.

Die von Schatzmeister Frank Fingerhut bei der Mitgliederversammlung vorgelegte Jahresrechnung für 2017 nahmen die Anwesenden zustimmend zu Kenntnis. Anschließend folgten sie der Empfehlung der Kassenprüfer, den Vorstand zu entlasten. Frank Werner dankte in diesem Zusammenhang seinen Vorstandskollegen – und dabei insbesondere Geschäftsführerin Martina Ellerwald und Schriftführer David Lohmann – für die geleistete Arbeit im zurückliegenden Jahr. Wahlen standen diesmal nicht auf der Tagesordnung.

Im Anschluss an den offiziellen Teil verfolgten die Anwesenden mit großem Interesse eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mülheim hat Talente“ – Talentsuche und -förderung“, durch die Claus Lufen vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) – in Mülheim an der Ruhr bereits seit vielen Jahren als Moderator der „medl-Nacht der Sieger“ bekannt – führte. Detlef Poste (Chef-Bundestrainer des Deutschen Badminton-Verbandes), Damian Wierling (Olympiateilnehmer von 2016 im Schwimmen, Mülheimer Bürger, SG Essen), Carmen Wierling (Mutter von Damian Wierling), Mirja Zöller (Leiterin des Projekts „Eulenfänger von Mülheim – die Charmeoffensive des HTCU“ des HTC Uhlenhorst) und Winfried Gebker (Trainer- und Trainingskoordinator Badminton beim TSV Heimaterde) schilderten eindrücklich ihre Erfahrungen in Bezug auf zum Beispiel Talentsuche, Talententwicklung, Sportförderung sowie Rahmenbedingungen für Leistungs- und Spitzensport. Dabei kamen zum einen die Herausforderungen, die ganz allgemein mit der Ausübung von Leistungs- und Spitzensport verbunden sind, zum Ausdruck als auch die zahlreichen positiven Aspekte, die Sporttreiben (gerade auch) auf diesem Level mit sich bringt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Mülheimer Sport Förderkreis e.V..