Kunst bietet Kindern vielfältige Sprachanlässe: Rückschau auf die Fachveranstaltung "Sprache durch Kunst" am 22. November 2018

„Sprache durch Kunst. Ästhetisches und sprachliches Lernen im Zusammenspiel von Museum, Kita und Schule“ – unter diesem Motto fand am 22. November 2018 in der Realschule Stadtmitte die jährliche Fachveranstaltung zur sprachlichen Bildung statt, die sehr praxisnah verdeutlichte, wie bildende Kunst auch jungen Kindern vielfältige Sprachanlässe und Sprachbildungsmöglichkeiten bieten kann.

Zu Beginn stellten Prof. Dr. Heike Roll und Dr. Andrea Schäfer von der Universität Duisburg-Essen in ihrem gemeinsamen Vortrag heraus, dass die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst eine ganzheitliche Form der sprachlichen Bildung ermöglicht. Dabei stellt das Museum einen möglichen Lernort dar, der aber auch in eine Kita oder Schule übertragen werden kann. Durch das Kooperationsprojekt „Sprache durch Kunst“ zwischen dem Museum Folkwang in Essen und dem Institut Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der Universität Duisburg-Essen konnte unter anderem eine Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit und Erweiterung des Wortschatzes sowie eine Öffnung für kreative Arbeitsformen seitens der teilnehmenden Schulkinder nachgewiesen werden.

Auch im Museum der Stadt Mülheim an der Ruhr werden seit geraumer Zeit Kurse und Workshops angeboten, die ganz entsprechende Ziele verfolgen.

Im Anschluss daran, bot sich den 85 Mülheimer Fachkräften aus Kita, Schule und Bildungsmanagement die Möglichkeit, in jeweils zwei verschiedenen Workshops der beiden Referentinnen sowie Mitarbeiterinnen des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr praktische Ansätze für den pädagogischen Alltag zu erproben:

Vom „Geschichten-Schreiben“ über Bildhauerei mit Ton zu Bildern, Worten und Körpersprache, die in eine Kunstform verwandelt wird, hin zu selbst gemachten Farben, wurde der Kreativität der Teilnehmenden dabei keine Grenzen gesetzt.

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese künstlerische Herangehensweise die sprachlichen Kompetenzen bei Kindern erweitern kann, da hierbei wirklich alle Sinne angesprochen werden“, so ein Teilnehmer.

Abschließend erfolgte die Präsentation der Workshop-Resultate - passend zum Thema - in einer anschaulichen Vernissage.

Organisiert und vorbereitet wurde die bereits sechste Fachveranstaltung von der ämterübergreifenden „Fachgruppe Sprachkompetenz“ der Stadt Mülheim an der Ruhr, bestehend aus Vertreterinnen des Amtes für Kinder, Jugend und Schule, Kommunalem Integrationszentrum, Gesundheitsamt und den Bildungsnetzwerken Eppinghofen und Styrum.

Die Veranstaltung wird gefördert durch Mittel des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft mbH (MEG).



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