Bekanntgabe der Ruhrpreisträger 2010

Der Betriebsausschuss Kulturbetrieb hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 18. November 2010 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2010, gesponsert von der Sparkasse Mülheim an der Ruhr, an

Herrn Klaus Geldmacher und Herrn Prof. Dr. Ferdi Schüth zu vergeben.

Die beiden Hauptpreise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert.




v.l. Kulturdezernent Peter Vermeulen, Prof. Dr. Ferdi Schüth, Klaus Geldmacher, Sparkassenvorstand Martin Weck und Kulturausschussvorsitzender Friedel Lemke.

Foto: Walter Schernstein


Die Begründung für die Entscheidung lautet wie folgt:

Klaus Geldmacher

Der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Bildende Künstler Klaus Geldmacher erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft als Anerkennung für hervorragende Leistungen bei seinem künstlerischen Schaffen.

Die Karriere des heute international anerkannten Objektkünstlers fand mit der Teilnahme an der „documenta 4“ 1968 in Kassel ihren Durchbruch. Mit Materialien aus seriell gefertigten Industrieprodukten, wie Glühlampen, Neonröhren, Plexiglas, Schalter und Aluminiumblech, gelegentlich durch Fundstücke ergänzt, gelingt es ihm seit nunmehr über vier Jahrzehnten immer wieder spannungsreiche und faszinierende Kunstobjekte zu schaffen. Dabei ist es die besondere Form der Kontinuität, mit der er seine Lichtkunst baut, die die Charakteristika von Klaus Geldmacher künstlerischem Gesamtwerk auszeichnet. Darüber hinaus wurde das künstlerische und gesellschaftliche Leben von Klaus Geldmacher stets von politischem Engagement begeleitet, zu dem auch heute noch neben Objekten, Projekten und Wettbewerbsteilnahmen sowohl Ateliergespräche als auch kulturpolitische Stellungnahmen gehören.


Prof. Dr. Ferdi Schüth

Der Ruhrpreis für Wissenschaft und Kunst wird Prof. Dr. Ferdi Schüth in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der heterogenen Katalyse und der Materialforschung verliehen.

Der als Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung tätige Chemiker repräsentiert für die Max-Planck-Gesellschaft Energiethemen. Besonders hervorzuheben sind hierbei seine Beiträge zur Herstellung und Erprobung neuartiger Festkörperkatalysatoren im Hochdurchsatzverfahren sowie von Materialien, die sich zur reversiblen Speicherung von Wasserstoff oder als Wärmespeicher eignen. Neben diesen und anderen international anerkannten Forschungsarbeiten ist auch auf seine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit sowie auf sein hohes Engagement im Wissenschaftsmanagement hinzuweisen. Nicht zuletzt hat er vielen Mülheimer Bürgerinnen und Bürger durch seine mitreißenden öffentlichen Präsentationen die faszinierende Welt der Chemie nahe gebracht.

Die Preisverleihung war am 28. März 2011 in der Kundenhalle der Sparkasse am Berliner Platz.