Mülheim spricht viele Sprachen: Internationale Tage der Muttersprache 2019

Vom 18. bis 22. Februar 2019 findet zum vierten Mal unter der Schirmherrschaft des Beigeordneten Ulrich Ernst die Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen: Internationale Tage der Muttersprache in Mülheim an der Ruhr“ statt.
Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag, der jährlich am 21. Februar begangen wird.

An der Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen“ beteiligen sich rund 30 Bildungspartner, darunter Kindertagesstätten, Schulen, Vereine und Migrantenselbstorganisationen. Koordiniert werden die Aktionstage von den Bildungsnetzwerken Eppinghofen, Innenstadt und Styrum. Die Veranstaltungsreihe ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und findet nun im gesamten Stadtgebiet statt.

Verschiedene öffentliche Veranstaltungen, zu denen Interessierte herzlich willkommen sind:

Das Programmheft mit weiteren Veranstaltungen liegt bei den teilnehmenden Kooperationspartnern (unter anderem CBE, dezentrale, Jugendzentrum Stadtmitte, MedienHaus, Stadtteilbüchereien, Stadtteilbüro Eppinghofen) aus. Zusätzlich können Sie am Ende des Beitrages das Programmheft als Pdf-Datei herunterladen.

Hintergrund:
In Mülheim an der Ruhr leben derzeit Menschen aus rund 140 Nationen zusammen. Mit ihren Muttersprachen tragen sie zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Zahlreiche Mülheimer Kinder und Jugendliche wachsen mit zwei oder mehreren Sprachen auf. Die Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen“ soll eben diese sprachliche und kulturelle Vielfalt aufzeigen und fördern.
„Mehrsprachigkeit ist bereichernd für die Menschen und für unsere Stadt“, betont der Beigeordnete Ulrich Ernst. „Die Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Muttersprache machen das deutlich. Sie tragen zu einem wertschätzenden Klima und gegenseitiger Achtsamkeit bei.“ Mehrere Sprachen zu erlernen, fällt vor allem kleinen Kindern leicht und kann als Chance begriffen werden. Mehrsprachigkeit gelingt dabei nur durch eine wechselseitige Wertschätzung der Sprachen. Vor allem Kinder, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, sollten frühzeitig in Kontakt mit der deutschen Sprache kommen – etwa durch den Besuch einer Kita. Zugleich ist es wichtig, dass sie die Sprachkenntnisse in ihrer Herkunftssprache nutzen und ausbauen können. Für die Sprach- und Identitätsentwicklung des Kindes sollten Eltern mit ihren Kindern in der Sprache sprechen, die sie selbst am besten beherrschen.
Sprache und Sprachförderung entlang der Bildungskette sind auch über den Internationalen Tag der Muttersprache hinaus ein bedeutendes Thema in Mülheim an der Ruhr: „Ein Beispiel neben der Vermittlung von Deutsch als Zweit- und Bildungssprache ist der herkunftssprachliche Unterricht an Mülheimer Grundschulen. Dieser wird zusätzlich zum regulären Lehrplan derzeit in zwölf Sprachen angeboten,“ ergänzt Ulrich Ernst.

Ermöglicht wird die Veranstaltungs-Reihe durch die finanzielle Unterstützung von der Leonhard-Stinnes-Stiftung und MEG sowie aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union.



Kontakt:

Katharina Frings
0208 455 5190

Sabine Gronek
0208 455 1535