Vergabe des Ruhrpreises 2016

Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft

der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2016

- Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr -

Der Kulturausschuss hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. Mai 2016 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2016 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr - an den Musiker Peter Eisold (Foto re.) sowie als Förderpreis an den Bildenden Künstler Sven Piayda (Foto mi.) zu vergeben.

Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro, der Förderpreis mit 2.500 Euro dotiert.

Die Preisverleihung hat am 11. Dezember 2016 um 11:00 Uhr in der Kundenhalle der Sparkasse am Berliner Platz stattgefunden.

Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:

Peter Eisold

Peter Eisold erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2016 für herausragende Leistungen bei seinem musischen Schaffen.

Als Musiker und Komponist des Fusion-Jazz überschreitet Peter Eisold mit seinen zahlreichen Projekten, Medienperformances und Konzerten die Grenzen des eh schon weiten Genres und begibt sich zusammen mit seinen zahlreichen Partnern immer wieder neu auf die Suche nach den Klängen, Geräuschen, den Harmonien und Disharmonien des Urbanen. In seinen Klanglaboratorien erforscht er die Unendlichkeit der akustischen Welt und dringt in die Weiten des Digitalen vor. Seine Werkstattkonzerte für Klangkunst, Neue Musik und elektroakustische Versuchsanordnungen sind faszinierend, immer erhellend und hoch virtuos. Seine in Zusammenarbeit mit der Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik und der Gesellschaft für Neue Musik veranstaltete Reihe "Radio_Depot" hat inzwischen 26 Folgen. Das letzte Lautsprecherkonzerte für Klangkunst, Hörspiel und seltene Musik ist betitelt "Die krasse Schönheit nackter Zahlen” und verdeutlicht das weite Spektrum seines künstlerischen Denkens und Handelns. Aber auch mit vielen anderen Projekten - stellvertretend sind hier “Urban Solar Audio Plant/USAP” und "Multichannel Surroundscape" zu nennen - hat er weit über die Grenzen unseres Gemeinwesens hinaus Anerkennung erfahren.

Peter Eisold, der vom vierten Lebensjahr an Klavierunterricht hatte und Musik studierte, ist unter anderem auch der Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2002 verliehen worden.

Sven Piayda

In seinen Foto- und Videoarbeiten lotet der 1977 in Gelsenkirchen geborene Künstler Sven Piayda stets die Grenzen medialer Darstellungsformen aus. Konzeptionell und experimentell arbeitet er im Bereich der neuen Medien, an der Schnittstelle von Fotografie, Video- und Klangkunst. Er verwendet computermanipuliertes und -generiertes Bildmaterial und setzt sich mit Phänomenen der Wahrnehmung auseinander. Reich an Verweisen auf die Kunstgeschichte und traditionelle Bildgattungen fordern seine Werke den Betrachter auf zu einem kritischen Sehen.

Sven Piayda studierte von 1998 bis 2003 Gestaltungstechnik an der Universität Essen. 2006 gründete er die Künstlergruppe AESTATEvisual und seit diesem Jahr ist er festes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler.

Der Förderpreis zum Ruhrpreis wird Sven Piayda als Anerkennung für seine beeindruckende künstlerische Auseinandersetzung mit Medien verliehen, aber auch als Ermutigung, weiterhin unkonventionelle Wege im etablierten Kunstbetrieb zu gehen.

Dem Gremium zur Vorbereitung der Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft gehörten an:

Prof. Hendrik Dorgathen für den Bereich "Bildende Kunst"
Ulrich Ernst, Kulturdezernent
Prof. Dr. Ulrike Haß für den Bereich „Geisteswissenschaften“
Rainer Komers für den Bereich "Film"
Markus Püll, Kulturausschuss
Prof. Werner Schepp für den Bereich "Musik"
Dr. Corinna Schlicht für den Bereich "Literatur"
Sven Schlötcke für den Bereich "Theater“
Prof. Dr. Ferdi Schüth für den Bereich "Naturwissenschaften"
Martin Weck, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Zur Entstehung und der Geschichte des Ruhrpreises:
Der Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft entstand auf Anregung der Mülheimer Künstlerschaft, die darauf aufmerksam machte, dass in Mülheim an der Ruhr eine erstaunliche Breite und Vielfalt des künstlerischen Schaffens zu finden ist und dass eine vergleichsweise große Zahl guter und weithin anerkannter Künstlerinnen und Künstler hier ihre Heimat gefunden haben.

So beschloss der Rat der Stadt am 17. April 1962 jährlich den Kunstpreis zu verleihen.

Bereits ein Jahr später wurde angeregt, diesen Preis nicht nur im Bereich der bildenden Kunst zu verleihen, sondern auch an Musiker, Dichter und Wissenschaftler.
Damit erhielt er auch seinen endgültigen Namen: Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Die Entscheidung über die alljährliche Vergabe des Ruhrpreises trifft der Kulturausschuss. Zur Vorbereitung der Verleihung wird ein Gremium mit externen Fachberaterinnen und -berater gebildet, das dem Ausschuss eine Empfehlung für die Vergabe vorlegt.











Kontakt:

Karin Braun
0208 455 4105