Krötenwanderung - jetzt geht's los!

Aufgrund der Witterungsverhältnisse und Tageslänge wird der Beginn der Krötenwanderung in den nächsten Tagen erwartet. Aus diesem Grund sperrt die Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr wie in jedem Jahr mit Einsetzen der Dämmerung teilweise die Großenbaumer Straße, die Mühlenbergheide, die Horbeckstraße und die Klingenburgstraße.

Foto: Daniela Specht

Im Rahmen der jährlichen Krötenwanderung werden uns in den kommenden Tagen Erdkröten wieder häufiger über den Weg laufen - vereinzelt konnten schon Amphibien beobachtet werden.
Neben Erdkröten nehmen auch andere Amphibien, wie Feuersalamander, Bergmolch, Teichmolch und Grasfrosch diese alljährlichen Wanderungen von Landlebensräumen zu ihren Laichgewässern auf sich. Dabei legen vor allem Erdkröten oft große Entfernungen zurück, um zu ihren angestammten Laichgewässern zurückzukehren. Besonders zur Zeit der Abenddämmerung sind große Mengen der Kröten zu beobachten, wie sie im Schutz der Nachtstunden die Gewässer für die Fortpflanzung aufsuchen.
Dieses angeborene Wanderverhalten wird den Amphibien häufig zum Verhängnis, da ihre Wanderrouten inzwischen vielfach von Straßen durchzogen sind. Zur Zeit der Frühjahrswanderungen werden sie oft zu Tausenden überrollt oder durch den Unterdruck, der unter den schnellfahrenden Fahrzeugen entsteht, getötet. So können ganze Populationen ausgelöscht werden. Traurige Bilanz ist, dass heute fast alle Amphibienarten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten zu finden sind.

Straßensperrungen ab 18. Februar 2020

Ab kommenden Dienstag (18.2.) werden in den Abend- und Nachtstunden die Horbeckstraße, die Klingenburgstraße, die Großenbaumer Straße sowie die Mühlenbergheide wegen der Amphibienwanderung ab zirka 19 Uhr gesperrt.
Geöffnet werden die Schranken in diesem Jahr wiederum morgens gegen sechs Uhr, damit die Frühaufsteher keine Umwege fahren müssen.
Sollten die Witterungsverhältnisse zu einem zeitweiligen Erliegen der Krötenwanderung führen, bleiben die Schranken selbstverständlich für die Durchfahrt geöffnet.

Foto: Martin Schlüpmann / Biologische Station Westliches Ruhrgebiet

Da vor allem Feuersalamander aktuell auch noch durch den Salamander-Chytridpilz massiv gefährdet sind, bitten wir um erhöhte Aufmerksamkeit. Nach bisherigen Erkenntnissen zieht ein Befall mit der Pilzkrankheit für fast alle betroffenen Salamander innerhalb kurzer Zeit den sicheren Tod nach sich. Sollten Sie kranke oder tote Feuersalamander oder Molche finden, melden sie diese bitte bei der Unteren Naturschutzbehörde oder bei der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet.



Kontakt:

Daniela Specht
0208 455 7035